1 Biografie

Stefan-Peter Greiner, geb. 1966, wuchs in einer musikalischen  Familie auf. Er begann mit dem Violinspiel im Alter von 10 Jahren, kurze Zeit später erwachte sein Interesse für den Geigenbau. Sein erstes Instrument baute er mit 14.

Die Musik mit dem Handwerk zu verbinden wurde rasch zum Berufswunsch, nach der Schule began er eine Ausbildung zum Geigenbauer in Bonn. Bereits während seiner Ausbildungszeit erforschte er die akustischen Grundlagen des Geigenklangs, und lies diese Erkentnisse in seinen Geigenbau einfließen.

Nachdem Peter Greiner seine Meisterprüfung abgelegt hat, studierte er Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Phonetik an der Universität zu Köln. Im Verlauf seines Studiums lernte er den Physiker Dr. Heinrich Dünnwald kennen, mit dem er zwischen 1992 und 2010 mehrere Forschungsprojekte rund um die Geige durchführte.

Sie haben über die Jahre mehr als 1000 Geigen akustisch vermessen und ausgewertet. Außerdem führten sie die erste Computertomographie an einer Stradivari durch und analysierten die chemischen Bestandteile des Cremoneser Lacks.

Diese Zusammenarbeit ist von großer Bedeutung für den eher wissenschaftlich geprägten Ansatz in Greiners Geigenbau. Nach wie vor hat die Wissenschaft eine große Bedeutung für seine Arbeit, er bedient sich moderner Hilfsmittel wie Klanganalyse von Streichinstrumenten, Dendrochronologie des Fichtenholzes, Erfassung von Daten mit Hilfe von Computertomographie und 3-D Scanning, sowie UV-Laser- und Infrarot-Spektroskopie zur Analyse von Lacken.

Er hat einige Artikel und Bücher geschrieben, seine letzte Veröffentlichung Stradivari Varnish, geschrieben zusammen mit der Restauratorin Brigitte Brandmair, ist 2010 erschienen.

Greiners Ideen im Geigenbau sind tief verwurzelt in der Liebe zur Musik, die in der Zielsetzung, dass seine Instrumente wie eine menschliche Stimme klingen sollen, Ausdruck findet. Die  Zusammenführung von Wissenschaft und Kunst sowie Disziplin und Empfindung macht es ihm möglich, mit seiner Arbeit einzigartige Ergebnisse zu erzielen.

Seine Instrumente fanden Beachtung und internationale Anerkennung durch eine steigende Zahl von bekannten Musikern, die sich für Greiner-Instrumente entschieden haben. Darunter befinden sich Solisten wie Christian Tetzlaff, Franz Helmerson, Antje Weidhaas, Leonidas Kavakos, Kim Kashkashian, Feng Ning, Hyeyoon Park und Benjamin Beilmann, sowie Mitglieder des Alban Berg, Hagen, Kuss, Casals, Keller und Parker Quartetts.

Erste Preise sind an folgende junge Künstler verliehen worden, die Greiner Instrumente spielen:

  • Feng Ning – 1.Preis beim internationalen Paganini-Wettbewerb (Genua 2006)
  • Sergey Malov –  1.Preis beim Michael Hill Wettbewerb (Neu Seeland 2011)
  • Sergey Malov – 1.Preis beim internationalen Mozart Wettbewerb (Salzburg 2011)
  • Suyeon Kang – 1.Preis beim Michael Hill Wettbewerb (Neu Seeland 2015)
  • Linos Piano Trio – 1.Preis beim Melbourne international Chamber music competition (2015)

 

Mehr als 150 CD ´s wurden mit seinen Instrumenten aufgenommen.

Peter Greiner lebt und arbeitet in London Hampstead.

 

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